Kurz vor der Bundestagswahl 2025 klärte die Bildungsstätte Anne Frank (BSA) auf, wie man mit der Erststimme taktisch gegen die AfD stimmen könne. Daraufhin kam Kritik auf, dass sich eine NGO in die Wahlen einmische – die Bildungsstätte verteidigte ihr Vorgehen. Dabei erhalten Projekte der Bildungsstätte beachtliche Summen an Steuergeld.
In einem Instagram-Beitrag der Bildungsstätte vom 11. Februar hieß es vor der Wahl: „Wenn man mit der Zweitstimme eine Partei wählt, die im Wahlkreis keine Chance auf ein Direktmandat hat, gleichzeitig die AfD aber hohe Chancen auf ein Direktmandat hat, könnte es sinnvoll sein, die Erststimme an einen Kandidaten zu geben, der Chancen gegen die AfD hätte – auch gegen die eigene Präferenz.“
Die AfD-Hessen fordert daraufhin die Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Bildungsstätte. „In den sozialen Netzwerken äußert sich die Bildungsstätte Anne Frank (...) einseitig-politisch“, kritisiert die AfD in einer Kleinen Anfrage, die NIUS vorliegt. „Am 11. Februar teilte die Bildungsstätte Anne Frank dann mit Bezug auf die Bundestagswahl 2025 gezielte und taktische Wahlstrategien, ‚um den Rechtsruck zu verhindern‘“, heißt es in der Anfrage weiter.
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