Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V. (ADAC) will E-Autos zum Durchbruch verhelfen. Er will nicht, dass die Klimaziele gelockert werden. „Davor kann ich nur warnen. Europa muss an ehrgeizigen CO2-Minderungszielen festhalten, denn wir müssen die Erderwärmung begrenzen. Dazu bekennt sich der ADAC ganz klar. So zu tun, als gäbe es den Klimawandel nicht, wäre ein fataler Irrweg“, sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand im Interview vom 23. Dezember 2025 mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).
Deshalb rät Hillebrand der Bundesregierung zu einem Strategiewechsel: Sie solle nicht auf Kaufanreize für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen setzen, sondern den Ladestrom verbilligen. Diesel und Benzin sollen also verteuert werden. Der geplante CO2-Preis sei, so der ADAC, „das richtige Instrument“. Hillebrand wörtlich: „Der ADAC hält die CO2-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen … Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.“ Eine Öffnung für andere Antriebstechnologien als auf das E-Auto sei zwar „richtig“, sagte Hillebrand ferner: „Doch sie fällt zu kompliziert aus. Es wurde versäumt, alternative Kraftstoffe, die es ja auch für den Bestand braucht, ausreichend anzureizen.“
Das klingt alles wie eine Rede vor einem „grünen“ Parteitag oder vor einer Versammlung von NABU, BUND, Greenpeace oder WWF. Aber es klingt nicht nach einem Club, der die Interessen von mehr als zwanzig Millionen „fossil“ fahrender Autobesitzer vertritt. Schließlich sind es derzeit nur 3,3 Prozent des Autobestandes, die „E“ fahren, selbst wenn sich der E-Anteil bei Neuzulassungen zuletzt auf rund 15 Prozent erhöht hat.
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