In Neubrandenburg darf die Regenbogenfahne nicht mehr vor dem Bahnhofsgebäude gehisst werden. Das hat die Stadtvertretung der drittgrößten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns am Mittwochabend entschieden.
Der Anstoß für ein Verbot kam laut NDR von Tim Großmüller, einem Ratsmitglied der Wählergruppe „Stabile Bürger für Neubrandenburg“. Großmüller begründete den Antrag demnach mit wiederholten Straftaten, bei denen Unbekannte die Regenbogenfahne am Bahnhof entwendet und durch Hakenkreuz-Fahnen ersetzt hatten.
Das Engagement des Neubrandenburger Bürgermeisters Silvio Witt (parteilos) für die LGBTQ-Bewegung sorgt in der 60.000-Einwohner-Stadt immer wieder für Diskussionen. So forderte Witt im Sommer 2023 beispielsweise „alle Demokratinnen und Demokraten“ öffentlich auf, den Neubrandenburger CSD zu besuchen. Zudem sollten „Solidaritätsvideos“ gedreht werden.
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