Bahn will die Welt retten – doch die Umwelt spielt nicht mit

vor 3 Monaten

Bahn will die Welt retten – doch die Umwelt spielt nicht mit
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Deutsche Bahn gibt inzwischen ein Vielfaches dessen aus, was noch vor wenigen Jahren für die Vegetationskontrolle im Gleisbett notwendig war. Im Jahr 2020 wendete die Bahn etwa neun Millionen Euro für die wichtige Beseitigung für Unkraut auf. 2024 gab man dafür dann schon mehr als das Sechsfache aus, nämlich 60 Millionen Euro. Der Grund ist wie immer Ideologie und der naive Glaube, dass man auf der guten, der richtigen Seite stünde und das Gute nur ganz, ganz fest wollen müsse, und schon käme die Fee mit ihrem Zauberstab und wiedewiedewum wäre alles so schön wie in der eigenen Hochglanzmarketing.

Eine Eisenbahn fährt auf Gleisen. Diese Gleise werden in der Natur verlegt. Und jetzt, – Überraschung – in der Natur wachsen Pflanzen. Sogar in der Stadt. Im Frühjahr und Sommer mehr. Im Herbst und Winter weniger. Diese Pflanzen wissen nicht, dass die Bahn die Welt retten will und wuchern einfach ihre schönen Gleise zu. Das ist dann gefährlich für die Züge und die vielen bunten und vielfachen Menschen die in den Zügen fahren. Sogar für die Messerstecher.

Seit 2023 verzichtet die Bahn auf die Verwendung des Herbizids Glyphosat und setzt mehr auf mechanischen Rückschnitt der Pflanzen im Gleisbereich. Das ist ökologisch sensibel und politisch sehr korrekt. Und wie bei der Energie und der Migration ist öko-soziale Korrektheit teuer und hat ganz viele und ganz unschöne Folgen. Nun gibt die Bahn, ein staatliches Unternehmen, viel Geld aus um zu zeigen, wie bunt, queer und vielfältig sie ist und ist deshalb natürlich überrascht, dass die Natur ebenso bunt und vielfältig ist und, dass es genau diese bunte Vielfalt ist, die ihr jetzt Schwierigkeiten bereitet, weil sie einfach die schönen queeren, bunten und vielfältigen Gleise zuwuchert.

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