Neue Zoll-Drohungen – Verschnaufpause nach Rekordniveaus – Millionäre wandern aus

vor 12 Monaten

Neue Zoll-Drohungen – Verschnaufpause nach Rekordniveaus – Millionäre wandern aus
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Dow Jones Industrial sank um 0,6 Prozent auf 44.372 Punkte und büßte im Wochenverlauf ein Prozent ein. Der S&P 500 gab um 0,3 Prozent auf 6.260 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,2 Prozent auf 22.781 Punkte. Auch diese beiden Indizes schwächelten damit auf Wochensicht, hatten allerdings – anders als der Dow – in den vergangenen Tagen Rekordhöhen erklommen.

Marktexperten hatten angesichts der jüngsten Zoll-Beschlüsse Trumps auf dem aktuell hohen Bewertungsniveau der Märkte Gewinnmitnahmen erwartet. Die neue Breitseite gegen US-Handelspartner habe wieder etwas mehr Angst ausgelöst, schrieb Rajeev De Mello, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Gama Asset Management in Genf. Zugleich richte sich der Blick bereits auf die in Kürze startende Berichtssaison, sagte ein weiterer Experte. Was die Unternehmen angehe, blieben die Anleger optimistisch und das halte sie bei der Stange. Des Zollthemas seien viele inzwischen müde angesichts der ständig neuen Ankündigungen.

Unter den „Magnificent 7“ (Alphabet, Amazon, Apples, Meta, Microsoft, Nvidia, Tesla) setzten Nvidia ihren Rekordlauf fort und kletterten bis knapp unter 168 US-Dollar. Der KI-Chipvorreiter hatte bereits am Mittwoch als weltweit erstes Unternehmen einen Börsenwert von vier Billionen US-Dollar erreicht. Mit einem Plus von 0,5 Prozent gingen Nvidia-Aktien aus dem Handel. Amazon gewannen 1,2 Prozent. Die Aktie des US-Handelsgiganten profitierte von einem Analystenkommentar. Brian Nowak von Morgan Stanley hob das Kursziel von 250 auf 300 US-Dollar an und traut der Aktie im Idealfall sogar einen Kurs von 350 Dollar zu. Er hält die Zollbelastungen für Amazon inzwischen für gut stemmbar, sieht Gründe für ein noch dynamischeres Cloud-Geschäft und bekräftigte, dass das Papier einer seiner „Top-Favoriten“ sei. Schlusslicht unter den „glorreichen Sieben“ waren die Papiere von Meta mit minus 1,3 Prozent.

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