Bremer Klimaschutz-Ziele laut Senat kaum noch zu erreichen

vor 4 Monaten

Bremer Klimaschutz-Ziele laut Senat kaum noch zu erreichen
Bildquelle: Apollo News

Bremens Ziel, bis 2038 nahezu klimaneutral zu werden, ist nach Einschätzung von Umweltsenatorin Henrike Müller kaum noch zu erreichen. Das sagte die Grünen-Politikerin laut buten un binnen (Radio Bremen) bei der Vorstellung eines Investitionsprogramms für mehr Klimaschutz. Damit räumt ein Mitglied der von Bürgermeister Andreas Bovenschulte angeführten Landesregierung offen ein, dass Bremen seine eigenen klimapolitischen Vorgaben mit den bisherigen Mitteln voraussichtlich verfehlen wird. An den offiziellen Zielen will der Senat dennoch festhalten.

Nach dem Bremischen Klimaschutz- und Energiegesetz sollen die CO2-Emissionen bis 2030 um 60 Prozent, bis 2033 um 85 Prozent und bis 2038 um 95 Prozent gegenüber 1990 sinken. Das Bundesland bleibt bereits seit Längerem deutlich hinter den eigenen klimapolitischen Ansprüchen zurück.

Als wichtiger Rückschlag gilt in diesem Zusammenhang, dass die Produktion im Bremer Stahlwerk nicht wie geplant auf eine klimaneutralere Technologie umgestellt wird. Die Anlage ist nach Senatsangaben der größte CO₂-Emittent des Landes und war damit zentral für das Erreichen der Klimaziele. Dass der Betreiber ArcelorMittal diese Pläne im Juni 2025 unter Verweis auf hohe Energiekosten, fehlende Planungssicherheit und schwierige Marktbedingungen stoppte, verschlechtert die Umsetzung der Klimaziele erheblich.

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