Seit Jahrhunderten hieß es, das British Empire sei das „Reich, in dem die Sonne nie untergeht“. In seiner Blütezeit kontrollierten die Briten ein Viertel des Globus. Diese Zeiten sind freilich schon seit Jahrzehnten vorbei. Dennoch hatte Großbritannien bisher ein kleines, aber weit verstreutes Netz von Überseeterritorien, die längst so kernbritisch sind, dass man sie, wie im Falle der Falklandinseln, auch unter großem militärischen Einsatz verteidigte.
Eines dieser Territorien will die neue Labour-Regierung in London nun aber einfach weggeben: Die Rede ist vom britischen Territorium im Indischen Ozean, auch bekannt als Chagos-Archipel. Damit könnte jetzt tatsächlich die Sonne im British Empire untergehen, denn all die anderen Überseeterritorien liegen deutlich weiter westlich – das westlichste sind die Pitcairn-Inseln vor Südamerika. In Asien gibt es kein britisches Gebiet, also gibt es nun eine Tageszeit, in der es in allen britischen Gebieten dunkel ist.
Entscheidend ist aber vor allem: Das Chagos-Archipel ist dank seiner zentralen Lage mitten im Indischen Ozean eines der strategisch wichtigsten Überseegebiete Großbritanniens.
Click here to display content from Twitter. Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Twitter.
ERFURT: Supergau bei AfD-Parteitag? Polizei macht mobil! Furcht vor Krawallen bei Demo I WELT STREAM











