Bei einem Treffen in Basel diskutierten radikal linke Aktivisten die Möglichkeit physischer Angriffe auf Veranstaltungen von Männlichkeits-Influencern. „Ich sehe sie als Örtlichkeiten, bei denen man aus feministischer Perspektive einen Angriff machen kann“, sagte Guido Arnold, der Kopf des anarchistischen „Çapulcu-Kollektivs“. Und: „Das wäre eine klassische Praxis an den Orten, an denen sich diese Menschen physisch treffen.“
Die Debatte entzündete sich an einem Beitrag einer Teilnehmerin, der die zunehmende Radikalisierung junger Männer durch Männlichkeits-Influencer thematisierte. Sie beschrieb, wie Plattformen wie YouTube oder TikTok Algorithmen nutzen, die Inhalte gezielt an Geschlechter ausrichten und so Polarisierung verstärken: etwa durch Videos, die Stärke, Reichtum und antifeministische Narrative propagieren. Was man denn ganz konkret machen solle, fragte die Frau, und verwies auf die gesellschaftliche Spaltung, wonach Frauen tendenziell linker und Männer rechter werden.
Arnold griff das auf und erweiterte: Solche Influencer treten nicht nur online auf, sondern organisieren physische Veranstaltungen wie Kongresse oder Schulungen, für die Teilnehmer zahlen. Diese Orte sehe er als ideale Angriffspunkte, um die Szene zu schwächen und „selbstvergewissernde Elemente infrage zu stellen“. Er betonte den algorithmischen Effekt, der die Spaltung vertieft, und stellte offen die Frage, ob man dem entgegenwirken könne.
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