Die CDU in Sachsen-Anhalt denkt angesichts der starken AfD-Werte offenbar über neue Mehrheiten nach. CDU-Landesvize und Landrat André Schröder schließt nach der Landtagswahl eine punktuelle Zusammenarbeit mit der Linken nicht aus. Eine Zusammenarbeit mit der Linken sei zwar „nicht unser Ziel“, sagte Schröder der Deutschen Presse-Agentur. Sollte die bisherige Koalition aus CDU, SPD und FDP aber keine Mehrheit mehr haben, müsse das Land weiter regiert werden.
Am 6. September wird ein neuer Landtag gewählt. In einer neuen INSA-Umfrage im Auftrag von NIUS kommt die AfD auf 42 Prozent. Die CDU liegt bei 24 Prozent, die Linke bei 13 Prozent und die SPD bei 6 Prozent. FDP, Grüne und BSW würden nach dieser Umfrage den Einzug in den Landtag verfehlen. Die bisherige Regierungskoalition hätte damit keine Mehrheit mehr. Eine Regierung gegen die AfD wäre rechnerisch nur mit Stimmen der Linken möglich.
Schröder schloss deshalb auch eine Minderheitsregierung nicht aus. Der CDU-Beschluss gegen eine Zusammenarbeit mit AfD und Linken bleibe bestehen. Einzelne Abstimmungen im Landtag seien davon nach seiner Darstellung aber nicht betroffen. „Das heißt, Abstimmungsverhalten im Einzelfall zu Initiativen der CDU sind von diesem Beschluss gar nicht tangiert“, sagte Schröder.
AfD-Parteitag in Erfurt - Tag 2 | 05.07.26











