Seit Verhängung der ersten drastischen Maßnahmen im März 2020 protestieren Menschen gegen die Einschränkungen. Dabei kommt es von Anfang an zu Übergriffen der Polizei.
29. März 2020 Der international renommierte Mikrobiologie Sucharit Bhakdi veröffentlicht in einem YouTube-Video fünf Fragen an Bundeskanzlerin Merkel. Darin kritisiert er implizit deren Einschätzung des Virus und die staatlichen Gegenmaßnahmen. Im Juni 2021 konkretisiert Bhakdi seine Vorwürfe in dem Buch „Corona unmasked“.
Nach einem Vortrag wurde Bhakdi wegen angeblich antisemitischer Äußerungen angezeigt. Am 23. Mai 2023 sprach das Amtsgericht Plön den Wissenschaftler nach der Beweisaufnahme in allen Anklagepunkten frei.
8. Mai 2020 Stephan Kohn, Oberregierungsrat im Bundesinnenministerium, verschickt eine Mail an seinen Abteilungsleiter, an den Corona-Krisenstab, an das Kanzleramt und an alle Regierungen der Bundesländer. Betreff: „Ergebnisse der internen Evaluation des Corona Krisenmanagements“. Ein 83-seitiges Positionspapier hängt anbei. Es enthält als Fazit: „Interne Analyse KM4 ergibt: gravierende Fehlleistungen des Krisenmanagements. Defizite im Regelungsrahmen. Coronakrise erweist sich wohl als Fehlalarm.“
Kohn vergleicht Corona mit einer normalen Grippewelle und kritisiert die Maßnahmen. Deretwegen seien 2,5 Millionen Menschen nicht ordentlich medizinisch versorgt worden, alleine durch abgesagte Operationen und nicht erfolgte Behandlungen seien einige Zehntausend Patienten gestorben. „Eine zentrale Erkenntnis aus allen bisherigen Studien, Übungen und Risikoanalysen ist, dass bei der Bekämpfung einer Pandemie stets Kollateralschäden entstehen“ und diese „bedeutend größer sein können, als der durch den Krankheitserreger bewirkte Schaden“.
Dann schreibt er noch: „Die Verhältnismäßigkeit von Eingriffen in Rechte von z. B. Bürgern ist derzeit nicht gegeben.“ Es könne „die Befürchtung aufkommen, dass das bestimmende Schutzziel des nationalen Krisenmanagements nicht mehr die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung ist, sondern die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz von Regierungsparteien und Regierungsmitgliedern“.
10. Mai 2020 Das Bundesinnenministerium und sein Dienstherr Horst Seehofer (CSU) distanzieren sich öffentlich von Kohn. Der Oberregierungsrat wird suspendiert. Im März 2022 wird Kohn vom Verwaltungsgericht Berlin endgültig aus dem Beamtendienst entfernt.
ERFURT: Beben bei AfD-Parteitag! Macht verschiebt sich! Eskalation bei Protesten I WELT STREAM











