CSU-Vize und Chef der Europäischen Volkspartei (EVP) Manfred Weber hat sich gegenüber der Süddeutschen Zeitung für mehr Migration starkgemacht und eine deutlichere Kommunikation eingefordert. So solle man die Bedeutung von Zuwanderung, etwa bei Fachkräften im Pflegebereich, stärker betonen, ansonsten drohe eine „Vertrauensfalle“. „Das sollten wir in jedem Bierzelt sagen“, meint der EU-Parlamentarier dazu.
Überhaupt scheint Weber kaum negative Folgen von Migration zu sehen: „Bayern und Deutschland werden vielfältiger, unsere Städte werden ein Stück weit ihr Gesicht verändern“, meint der CSU-Politiker. Das müsse man den Menschen ehrlich sagen. Gleichzeitig müsse man „Zuwanderer-Geschichten als Erfolgsgeschichten erzählen“.
Auch seine eigene Partei soll ihr Gesicht verändern: „Die CSU ist Döner-und-Leberkäs-Partei. Wir sollten zum Beispiel überlegen, wie wir deutsch-türkische Gesichter in der Partei integrieren.“ Gleichzeitig fordert er offenbar einen Links-Drift: „Im Kampf gegen den Populismus müssen wir zusammenführen, statt zu spalten. Wir sind keine Kulturkampf-Partei.“
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