Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Kanzleramt sehen sich aufgrund ihres Krisenmanagements der Kritik ihres Koalitionspartners ausgesetzt – im Fokus steht die Handhabung der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges. Der Nationale Sicherheitsrat hätte laut dem außenpolitischen Sprecher der SPD, Adis Ahmetovic, schon früher einberufen werden müssen.
„Da muss der Kanzler besser werden“, sagte Ahmetovic gegenüber Table.Briefings. Bezüglich der frühzeitigen Erkennung von Notlagen bestehe „weiterhin erheblicher Verbesserungsbedarf“, betonte der SPD-Politiker. Manche Entscheidungen würden nämlich „zum Teil wie mit der heißen Nadel gestrickt wirken“, erklärte er weiter – das würde zu „Ungenauigkeiten“ und einer „erschwerten Kommunikation“ führen.
Währenddessen spricht die Bundesregierung noch von einer abgesicherten Lage. „Für den Moment“ bestünden noch keine Engpässe in der Energieversorgung, versicherte Bundeskanzler Friedrich Merz am Montag auf der Hannover Messe. Der Kanzler betonte, dass die Marktlage zwar angespannt sei, die Versorgung aber gesichert. Zudem beteuerte er, die Bundesregierung sei „auf Maßnahmen vorbereitet“, sollte sich die Lage in Zukunft noch verschärfen.
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