Dänemark will Bau von Kernkraftwerken prüfen

vor 4 Monaten

Dänemark will Bau von Kernkraftwerken prüfen
Bildquelle: Tichys Einblick

Das bis dahin schwerste nukleare Unglück zerstörte am 28. März 1979 Block 2 des US-Kernkraftwerks Three Mile Island. Das sorgte für ein Umdenken in Dänemark, das bis dahin in seinem Kernforschungszentrum auf der Halbinsel Risø den Bau eines eigenen Kernkraftwerks vorbereitet hatte. 1985, noch vor dem weltweit zweiten großen Reaktorunglück in Tschernobyl, beschloss das Parlament des Landes, auf diese Option zu verzichten. Seitdem ist Windenergie angesagt. Doch die ist wetterabhängig, ebenso wie Solarenergie, ein weiteres Standbein der Stromversorgung Dänemarks.

Das hat dem Land zu denken gegeben. Es hat jetzt beschlossen, zu prüfen, ob dieses Risiko durch den Einsatz von Kernenergie zu beseitigen ist, ohne die Klimaziele zu gefährden. „Grüne Energie aus Sonne und Wind wird auch in Zukunft das Rückgrat der dänischen Energieversorgung sein, aber wir sehen auch, dass sie allein nicht ausreichen kann“, sagt Lars Aagaard, Minister für Klima, Energie und Versorgung. „Deshalb müssen wir offen dafür sein, ob andere Technologien uns in Zukunft mit grüner Energie versorgen können. Kleine modulare Kernreaktoren könnten hier eine Option sein.“

Copenhagen Atomics, angesiedelt in der dänischen Hauptstadt, entwickelt genau solche kleinen Kernkraftwerke und rechnet sich Chancen aus, im eigenen Land zum Zuge zu kommen, um zum einen die – dort mit rund zehn Prozent allerdings relativ geringe – Abhängigkeit von fossilem Strom zu beenden und zum anderen wetterbedingte Lücken in der Stromversorgung zu stopfen.

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