Vor der Dithmarscher Küste, etwa sieben Kilometer westlich der Insel Neuwerk, befindet sich Deutschlands größte Ölplattform: Mittelplate. Sie ist auf einer Sandbank im Wattenmeer, einem UNESCO-Weltnaturerbe, errichtet und fördert seit 1988 kontinuierlich Erdöl. Die Bohrinsel ist als standfestes Bauwerk mit einer Stahlbetonwanne zum Hochwasserschutz konzipiert.
Bis zu einhundert Personen arbeiten hier im Schichtbetrieb; über 1.000 weitere Arbeitsplätze hängen indirekt vom Wohl und Wehe der Plattform ab. Die Plattform wird paritätisch von Wintershall Dea und Harbour Energy betrieben und liefert jährlich etwa ein Prozent des deutschen Erdölbedarfs – rund 1,3 Millionen Tonnen des „schwarzen Goldes“. Gerade dieser bescheidene, technologisch anspruchsvolle und angesichts der akuten Energiekrise nicht unwichtige Beitrag Deutschlands bzw. seines Bodens zur Sicherung der Energieversorgung wird von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ins Kreuzfeuer genommen.
Ende 2025 begann der Feldzug der DUH gegen die Ölplattform. Das Argument: Es fehle eine EU-unionsrechtlich vorgeschriebene FFH-Verträglichkeitsprüfung für den Betrieb im geschützten Wattenmeer. Am 25. Februar 2026 erklärte das Verwaltungsgericht Schleswig die Fördererlaubnis vorläufig für unwirksam und gab der Klage aufschiebende Wirkung. Es drohte ein vorläufiger Förderstopp.
AfD-Parteitag in Erfurt - Tag 2 | 05.07.26











