Manuel Ostermann, Sachbuchautor und Erster Stellvertretender Bundesvorsitzender der Bundespolizeigewerkschaft, ist erleichtert. Das Landgericht Essen hat seinem Standpunkt in einem Rechtsstreit über Passagen seines Buches „Deutschland ist nicht mehr sicher“ vorerst Rechnung getragen. Ostermann sagte im „Welt“-Gespräch, dass das Gericht ihm nicht nur juristisch, sondern auch moralisch Recht gegeben habe.
Dem Polizeigewerkschafter waren angeblich ungenaue Passagen in seinem Buch vorgeworfen worden. In dem Rechtsstreit, den der Strafverteidiger des noch nicht rechtskräftig verurteilten Täters angestrengt hatte, ging es um Formulierungen wie „totgeschlagen“ im Zusammenhang mit dem Fall Philippos T. Der damals 20-Jährige war im Juni 2024 in Bad Oeynhausen bei einer Auseinandersetzung im Kurpark tödlich verletzt worden.
Ostermann musste sich jetzt wegen angeblich ehrverletzender und „falscher Behauptungen“ vor dem Landgericht Essen verantworten. Hintergrund ist, dass der 18-jährige tatverdächtige Syrer vom Landgericht Bielefeld im Mai 2025 wegen versuchten Totschlags, vorsätzlicher Körperverletzung und schweren Diebstahls zu neun Jahren Jugendstrafe verurteilt wurde. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, weil der Strafverteidiger des Syrers Revision beim Bundesgerichtshof beantragt hat.
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