Die Debatte über Schulden, Wachstum und Investitionen wird derzeit nicht nur in Deutschland intensiv geführt. Die Kultur der Gedankenlosigkeit über steigende Schuldenquoten und Zinskosten könnte jedoch noch schwere Konsequenzen haben, wie aktuell das Beispiel Frankreich zeigt. Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, zeigt sich in seiner aktuellen Kolumne alarmiert.
Denn mangelnde Wettbewerbsfähigkeit lasse sich laut dem Experten nicht durch großzügige, schuldenfinanzierte öffentliche Investitionen adressieren. „Wohin diese fortgesetzte fiskalische Realitätsverweigerung führt, lässt sich gerade in Frankreich beobachten. Frankreich hat den letzten ausgeglichenen Haushalt vor über 50 Jahren vorgelegt. Präsident Macron war damals noch gar nicht geboren.“ Seit dem Jahr 2007 hat Frankreich einen drastischen Kurs eingeschlagen – damals lagen die Staatsschuldenquoten von Frankreich und Deutschland noch relativ gleichauf bei jeweils knapp 65 Prozent. Nach der Weltwirtschaftskrise konnte sich Deutschland wieder auf dieses Niveau zurückkämpfen.
Inflation knabbert an gesellschaftlicher Stabilität, analysiert Wolfgang Steiger in seiner aktuellen Kolumne. Frankreich ist in Europa davon besonders betroffen.
„In Frankreich dagegen blieb das Haushaltsdefizit auch in den Folgejahren auf hohem Niveau und schwankt seit 2010 um sehr hohe fünf Prozent der Wirtschaftsleistung. Das schwache Wirtschaftswachstum und die sukzessive auf fast 60 Prozent des BIP gestiegene Staatsquote waren weitere Zutaten für eine toxische Mixtur“, schreibt Steiger.
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