Gaza & die Hamas – das neue Eldorado linker Aktivisten

vor etwa 1 Jahr

Gaza & die Hamas – das neue Eldorado linker Aktivisten
Bildquelle: NiUS

Nach Greta Thunbergs peinlichem Segelausflug wollten nun 1.700 Aktivisten zu Fuß nach Gaza marschieren. Wenig überraschend wurden auch sie – diesmal von ägyptischen Behörden – auf ihrem PR-Trip frühzeitig aufgehalten und ihr Marsch an der Grenze gestoppt.

Unternehmen wir doch zu Beginn einen kurzen Gedankenausflug in eine andere Welt. Versuchen wir uns ein Gaza vorzustellen, in dem jedes Jahr lautstark die Pride Parade stattfindet und queere Aktivisten auf der Straße protestieren. Stellen wir uns ein Gaza vor, in dem Klimaaktivisten – angefeuert durch ihre Ikone Greta Thunberg – auf offener Straße demonstrieren und sich willkürlich auf die Straße kleben. Denken wir an ein Gaza, in dem jeder offen und ohne Repressionen, Gewalt oder andere Bedrohungen fürchten zu müssen, in der Öffentlichkeit sein politisches Anliegen artikulieren kann.

Scheint unvorstellbar, oder? Ja, das ist es auch. Denn all diese Fantasien sind in einem Gaza unter der Herrschaft der Hamas völlig undenkbar. Die Realität könnte nicht weiter davon entfernt sein. Trotzdem haben gerade linke Aktivisten und Politiker, die sich sonst leidenschaftlich gerne für all diese Themen einsetzen und sich bei jeder Form des Aktivismus wie besessen in Szene setzen, neuerdings ihr großes Herz für Gaza und die Hamas entdeckt. Beinahe vermitteln sie den Eindruck, dort sei für sie eine Art Befreiungsort, der dringend durch sie missioniert und okkupiert werden müsse.

„Solidarität mit Palästina" heißt die Demo, an der Thunberg ausgerechnet am Jahrestag des Hamas-Massakers in Berlin-Kreuzberg teilnimmt.

In den vergangenen Wochen dachte man sich, dass es kaum noch bizarrer werden könnte. Greta Thunbergs Segelausflug nach Gaza und ihr grotesk anmutendes Video, wo sie von angeblicher Entführung spricht, bildeten einen neuen Höhepunkt in der Selbstinszenierungsmaschinerie der Linken. Und das ungeachtet dessen, dass Greta dann in völliger Freiheit, aber mit möglichst dramatischem Auftritt, ihre Heimreise antreten konnte.

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