Die großen Hilfsorganisationen in Deutschland schlagen Alarm: Das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz könnte nach ihrer Einschätzung die Finanzierung von Rettungsdiensten und Luftrettung massiv gefährden.
In einem gemeinsamen Brandbrief warnen unter anderem Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser, DLRG, ADAC Luftrettung und DRF Luftrettung vor „gravierenden Folgen“ für die notfallmedizinische Versorgung.
Kritik üben die Organisationen vor allem an der geplanten Begrenzung der Vergütungsentwicklung auf die sogenannte Grundlohnrate. „Die vorgesehene Begrenzung der Vergütungsentwicklung auf die Grundlohnrate sowie zusätzliche Abschläge in den Jahren 2027 bis 2029 werden der tatsächlichen Kostenentwicklung im Rettungswesen nicht gerecht. Kostensteigerungen bei Personal, (Luft-)Fahrzeugen, Medizintechnik, Energie, Kraftstoffen und gesetzlichen Anforderungen entwickeln sich weitgehend unabhängig von der allgemeinen Lohnentwicklung und können von den Leistungserbringern nicht beeinflusst werden. Anders als in vielen anderen Leistungsbereichen der GKV bestehen jedoch keine weiteren Möglichkeiten, Kostensteigerungen durch Effizienzsteigerungen aufzufangen“, schreiben die Chefs der Rettungsorganisationen.
Bundestag LIVE: u.a. GKV-Reform & Verschärfungen bei Krankschreibungen | 10.07.26










