Hamnet: Gucken oder nicht gucken, das ist hier die Frage.

vor 4 Monaten

Hamnet: Gucken oder nicht gucken, das ist hier die Frage.
Bildquelle: NiUS

Wie verarbeitet man den Tod eines Kindes? Und was geschieht mit einer Liebe, wenn eine leise Vorahnung sich auf schmerzhafte Weise erfüllt? „Hamnet“ erzählt diese Geschichte mit einer Sanftheit, die lange nachhallt, und rückt dabei jene Frau ins Zentrum, die in der Literaturgeschichte oft im Hintergrund blieb: Agnes Shakespeare.

Es gibt Kinofilme, die man verlässt und sofort wieder vergisst – und dann gibt es jene, die im Kopf bleiben, lange nachdem der Abspann verklungen ist. Geschichten, die mit tiefen Emotionen berühren und sich wie Seide ums Herz legen. In einer Zeit, die nach Größe und Tempo verlangt, ist es gerade solch sanfte Erzählung, die am nachhaltigsten berührt.

Regisseurin Chloé Zhao bringt mit „Hamnet“ ein bildgewaltiges und zugleich intimes Werk ins Kino, das historische Fakten mit literarischer Fiktion verbindet. Wer sich darauf einlässt, erlebt Shakespeare einmal anders: nicht als legendären Dichter auf der Bühne, sondern als Vater und Ehemann, dessen Familie die größte Tragödie seines Lebens wird – und zugleich die Inspiration für sein zeitloses Werk „Hamlet“.

Ihre erste Annäherung im Wald – zwischen hohen Bäumen beginnt die gemeinsame Geschichte von Agnes und William Shakespeare.

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