Frankreichs Königin Marie-Antoinette verfügte über eine Begabung, über die – so wie wir es wissen – nicht viele Frauen verfügen: Sie konnte mit der Klitoris Musik hören. Das behauptet jedenfalls die neue ARD-Serie „Mozart/Mozart“, die heute Abend im Ersten zu sehen ist. Die traditionell den Öffentlich-Rechtlichen zugeneigte Süddeutsche Zeitung titelte: „Die schlechteste Serie der Welt!“. Und: „Bitte verschont uns mit einer Fortsetzung!“
Um bei Marie-Antoinette zu bleiben – die bürgerlich-seriöse Frankfurter Allgemeine Zeitung beschreibt die folgende Szene so: „Die geborene Erzherzogin von Österreich-Lothringen liegt rücklings auf dem Flügel und macht die Beine breit zwecks vaginaler Penetration durch das Adagio B-Dur aus der Klaviersonate F-Dur KV 332 von Wolfgang Amadeus Mozart. Dass nicht Mozart – den hier alle ‚Amadeus nennen‘ – am Flügel sitzt und sie durch diesen abenteuerlichen Akt zum Orgasmus bringt, sondern dessen als Bruder verkleidete Schwester Maria Anna, weiß die Königin nicht …“
Diese Szene ist eine der traurigen, grotesken Höhepunkte der ARD-Serie „Mozart/Mozart“, deren erster Teil heute Abend um 20.15 Uhr gezeigt wird. Die Welt nennt „Mozart/Mozart“ „einen Mozart zum Fremdschämen“.
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