Kino-Komödie „Extrawurst“: Die Guten feiern sich selbst

vor 6 Monaten

Kino-Komödie „Extrawurst“: Die Guten feiern sich selbst
Bildquelle: NiUS

Das Kinojahr 2026 startet, und ein deutscher Film mit Starbesetzung gibt gleich die Richtung vor: Die Culture-Clash-Komödie „Extrawurst“ des bayerischen Regisseurs Marcus H. Rosenmüller. Basierend auf einem erfolgreichen Boulevard-Theaterstück, will der Film die aktuellen gesellschaftlichen Debatten aufgreifen – und greift doch daneben. Es geht um rassistische Ressentiments, Spaltung und Versöhnung. Aber nur vordergründig.

Die Handlung: In einem Provinz-Tennisclub wird über die Anschaffung eines neuen Grills abgestimmt. Schnell rauchen bei den Mitgliedern die Köpfe. Denn der gut integrierte Türke Erol, gespielt von Fahri Yardim, soll Schweinefleischfrei beim Sommerfest mitgrillen dürfen. Und das schmeckt nicht jedem.

Erst will Erol keine Extrawurst, dann beharrt er doch auf einem eigenen Gerät für sich und seine Frau (sie trägt Kopftuch und ist zum Islam konvertiert). Es wird hitzig, denn die Gegenseite will, dass alles so bleibt wie immer. Und die Gegenseite ist natürlich im Unrecht. Da ist der örtliche Metzgermeister, der auf seinen Schweinswürsten pocht. Und dann ist da der stellvertretende Vereinsvorsitzendende (Friedrich Mücke), der einfach gestrickte, von seiner konservativen Mutter (Gaby Dohm) unterdrückte Wutbürger im Freizeitblouson. Er ist für Vereinstraditionen und Meinungsfreiheit und muss sich dafür vom zugezogenen Berliner (gespielt von Christoph Maria Herbst) anhören, er verbreite braunen Mist.

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