Während Friedrich Merz die Regenbogenfahne vor dem Kanzleramt gar nicht mehr hissen will, geht Lars Klingbeil auf Konfrontationskurs und setzt sich über eine bestehende Anordnung hinweg. Wie der Tagesspiegel am Donnerstag berichtet, gab es am 28. April eine schriftliche „Klarstellung“ des Innenministeriums zu einer grundlegenden Anordnung der ehemaligen Innenministerin Nancy Faeser.
Faeser hatte im April 2022 angeordnet, dass Regenbogenfahnen am Flaggenmast nur zu speziellen Anlässen gehisst werden dürfen. In der „Klarstellung“ von April heißt es, dass die Regenbogenflagge nur noch einmal im Jahr zu bestimmten Anlässen gehisst werden darf. Zahlreiche Ministerien, darunter auch das Finanzministerium von Klingbeil, hissten die Fahne am Internationalen Tag gegen Homo- Bi- und Transphobie.
Nachdem darüber berichtet wurde, dass die Fahne nur noch an dem einen Tag gehisst wird, kam es gegenüber den SPD-geführten Ministerien zur Kritik. Daraufhin entschied Lars Klingbeil am 4. Juli, die Regenbogenflagge ohne Erlaubnis erneut hissen zu lassen. „Mit der Regenbogenflagge am BMF“ wolle Klingbeil „ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung setzen“, so sein Ministerium gegenüber dem Tagesspiegel.
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