Nach NIUS-Berichterstattung über Syrer Khaled K.: Bürgermeister von Kriftel spricht von „reißerischer“ Berichterstattung und „Unwahrheiten“

vor 5 Monaten

Nach NIUS-Berichterstattung über Syrer Khaled K.: Bürgermeister von Kriftel spricht von „reißerischer“ Berichterstattung und „Unwahrheiten“
Bildquelle: NiUS

Knapp eine Woche nach der Berichterstattung über den syrischen Asylbewerber Khaled K., der die hessische Gemeinde Kriftel terrorisierte und Mitarbeitern der Stadt drohte, spielt Kriftels Bürgermeister Christian Seitz den Vorgang herunter: In E-Mails, die NIUS vorliegen, warnt er besorgte Bürger vor kritischer Berichterstattung – anstatt sich um das Problem einer diffusen Bedrohungslage durch einen syrischen Asylbewerber zu kümmern.

Vergangene Woche hatte NIUS unter Berufung auf Polizeikreise enthüllt, dass in der 11.000-Einwohner-Gemeinde im Vordertaunus eine diffuse Gefahrenlage im Zusammenhang mit einem Migranten aus Syrien existiert. Im Zentrum steht der 34-jährige Khaled K. Aufgewachsen in der kurdischen Stadt Qamischli in Syrien, kam er 2016 im Zuge der Flüchtlingswelle nach Deutschland und gilt als Kritiker des syrischen Machthabers Ahmed al-Jolani. Nach Recherchen von NIUS soll K. über hundert E-Mails mit hasserfüllten und bedrohlichen Inhalten an die Stadtverwaltung und ihre Mitarbeiter verschickt haben, darunter Sätze wie „Ich f*cke euch“, „Ich mache tot“ oder „Alle Länder sind das Ziel“. Seine Nachrichten, die zu Strafanträgen führten, waren geprägt von Abneigung gegen Deutschland, Frauen und das Christentum, ergänzt um explizite Ankündigungen terroristischer Akte, etwa gegen Berlin oder Regime-Gegner in Syrien. Obwohl mehrere Strafanzeigen wegen Beleidung und Bedrohung gegen den Syrer vorliegen, die Polizei Westhessen bereits Gefährderansprachen hielt und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sogar einen Widerruf seines Schutzstatus prüft, zeigt sich die Stadt inaktiv.

Jetzt wandten sich mehrere besorgte Bürger, darunter Eltern, per E-Mail an den Bürgermeister von Kriftel, Christian Seitz. Sie äußerten Ängste um die Sicherheit ihrer Kinder und der lokalen Bevölkerung, insbesondere im Kontext der Unterbringung von Khaled K. in einer ehemaligen Kindertagesstätte in der Bleichstraße, die teilweise noch für die Betreuung vulnerabler Kinder genutzt wird. Die Anfragen forderten konkrete Maßnahmen wie verstärkte Polizeipräsenz, psychiatrische Begutachtungen oder den Widerruf des Schutzstatus, um eine potenzielle Eskalation zu verhindern, und nahmen dabei explizit Bezug auf die Drohungen und das aggressive Verhalten des Syrers, über das NIUS unter Berufung auf Polizeikreise und vorliegende Strafanzeigen berichtet hatte.

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