Die „Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD“ fordert angesichts der Wahlergebnisse eine Neuwahl der Parteivorsitzenden. Die Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft äußern deutliche Kritik am Parteichef Lars Klingbeil. Das Ergebnis der Bundestagswahl sei kein Naturereignis gewesen, sondern „Resultat einer Kette von politischen Fehlentscheidungen“, wie es in einem Papier heißt, das dem Tagesspiegel vorliegt.
„Aus diesem Grund ist ein Bundesparteitag mit Vorstandswahlen spätestens im Sommer notwendig“, heißt es weiter. Die Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft sind Aziz Bozkurt, Staatssekretär für Soziales in der Berliner Landesregierung, und Stella Kirgiane-Efremidou, eine Kommunalpolitikerin aus Baden-Württemberg. In dem Papier fordern sie eine personelle und inhaltliche Neuaufstellung.
Über Klingbeil schreiben sie: „Verantwortungsbewusstsein heißt nicht, hinter Nebelkerzen die nächste Karrierestufe zu nehmen.“ Der Begriff „Generationenwechsel“ dürfe nicht einzelnen Personen zugutekommen. Stattdessen brauche es eine neue Zusammensetzung der Parteispitze. Noch am Wahlabend hatte Lars Klingbeil auf offener Bühne neben Olaf Scholz stehend einen „Generationenwechsel“ in der Parteispitze gefordert (Apollo News berichtete).
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