Länderspiel Spanien gegen Ägypten: Politische Empörung über Gesänge in Barcelona

vor 3 Monaten

Länderspiel Spanien gegen Ägypten: Politische Empörung über Gesänge in Barcelona
Bildquelle: Tichys Einblick

Was sich beim Länderspiel Spanien gegen Ägypten in Barcelona abspielte, war kein rätselhafter Zwischenfall ohne Vorgeschichte. Vor dem 0:0 wurde die ägyptische Hymne ausgebuht. Aus Teilen des Publikums kam der Ruf „Wer nicht springt, ist ein Muslim“, begleitet vom rhythmischen Auf und Ab Hüpfen auf den Rängen.

Die Stadionregie griff ein, blendete eine Warnung ein und ließ über Lautsprecher dazu aufrufen, beleidigende und fremdenfeindliche Rufe zu unterlassen. Die katalanische Polizei leitete Ermittlungen ein wie bei uns bei jedem Furz im Wasserglas der Staatsschutz ermittelt. Damit ist die Tatsachenlage klar. Klar ist aber auch: Wer diesen Abend allein als moralischen Betriebsunfall beschreibt, blendet das politische Klima aus, in dem er stattfand und wie sehr so ein Vorfall als „Islamophobie“ durch die linke Regierung hysterisch aufgepumpt wird.

Denn die Regierung Sánchez reagiert wie immer: erst maximale politische Aufladung, dann demonstrative Empörung über die Reaktion im Land. Justizminister Félix Bolaños erklärte, solche Gesänge beschämten Spanien als Gesellschaft, und schob das Ganze sofort in das gewohnte Raster aus Hass und extremer Rechter. Genau darin liegt der Mechanismus. Die politische Klasse in Madrid erklärt nicht mehr, sie etikettiert nur noch dumm und immer plumper. Sie will auch noch den kleinsten Widerspruch sofort moralisch abräumen.

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