Der Landkreis Mainz-Bingen hat in den sozialen Medien für Aufregung gesorgt – die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den neuesten Vorstoß sogar in Verbindung mit dem chinesischen Sozialkreditsystem gebracht. “Aber der Landkreis Mainz-Bingen will ökologisches Wohlverhalten, darunter auch geringen Fleischkonsum und Einkauf im Bio-Laden, TATSÄCHLICH mit „grünen Hausnummern“ kenntlich machen“, schreibt sie auf X.
Das angehängte Dokument des Landkreises bestätigt: tatsächlich gibt es eine Liste mit Punkten, die man mit besonders vorbildlichem Verhalten erringen kann. Dazu gehören neben Wärmedämmung, Wärmepumpe auch der Verzicht auf das Auto und die Nutzung von Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Während ein E-Auto nur vier Punkte gibt, erlangt der stolze Besitzer einer Bahncard 100 ganze zehn Punkte.
Aber auch die Gartengestaltung macht viel her. Satte 16 Punkte gibt es für eine Trockenmauer aus Natursteinen. Ehrsame Bürger, die sich bei NGOs engagieren, werden ebenso belohnt – eine aktive Mitgliedschaft (6 Punkte) ist doppelt so viel wert wie eine passive (3 Punkte). Fair-gehandelte Kleidung gibt 8 Punkte, der vorwiegende Einkauf von Bio-Lebensmitteln ebenso 8 Punkte.
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