Merz’ Mailbox-Misere: Wie eine Sprachnachricht seine Kanzlerträume torpediert

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Merz’ Mailbox-Misere: Wie eine Sprachnachricht seine Kanzlerträume torpediert
Bildquelle: Tichys Einblick

Mailbox-Ansagen können Karrieren kosten. Diese Erfahrung hat bereits ein CDU-Mann machen müssen. Er hieß Christian Wulff und war Bundespräsident Deutschlands. Vordergründig beschädigte ihn die Finanzierungsaffäre um sein Eigenheim – der Vorwurf der Vorteilsnahme stand im Raum. Jahre später wurde er davon freigesprochen. Brisanter war jedoch Wulffs Vorgehen, Druck auf die Bild-Zeitung ausüben zu wollen, um eine Berichterstattung über den Vorgang zu verhindern.

Es kam zu einer berüchtigten Mailbox-Ansage. Bis heute geistert Wulffs Spruch, dass der „Rubikon überschritten“ worden sei, durch die Geschichte. Nicht die eigentliche Affäre, sondern der mutmaßliche Angriff auf die Pressefreiheit blieb hängen. Die Berichterstattung radikalisierte sich, Wulff stürzte. Und das alles wegen einer Mailbox-Nachricht.

Im politischen Berlin ist also bekannt, was eine Sprachnachricht anrichten kann. Besonders heikel wird es, wenn Sprachnachrichten in der Politik hinterlassen werden – und dann auch noch zu einer brisanten Zeit an politische Freund-Feinde gehen. Friedrich Merz, der in den letzten Tagen bewiesen hat, wie man eine ganze Porzellanfabrik zerschlagen kann, hat sich einen zusätzlichen Elefanten gemietet, um auch die letzten Teller und Vasen seines politischen Kapitals zu zertrümmern.

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