Deutschlands Export ist (noch) ein zentraler Pfeiler seiner Wirtschaft. 2024 exportierte Deutschland Waren im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zu anderen Nationen ist die deutsche Wirtschaft stark vom Export abhängig. Das Land verkauft etwa 80 Prozent seiner produzierten Güter ins Ausland. Nicht ganz die Hälfte, Waren für 705 Milliarden Euro, dieser Exporte gehen in Länder außerhalb der Europäischen Union. Die USA, China und das Vereinigte Königreich sind dabei die wichtigsten Handelspartner außerhalb der EU.
Dabei ist der Schiffsverkehr eine zentrale Säule des deutschen Außenhandels, insbesondere für den Warenverkehr mit Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union. Über 90 Prozent des weltweiten Güterhandels werden per Schiff transportiert, was die Seeschifffahrt zur Hauptverkehrsader für den deutschen Export macht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind Seeschiffe beim Handel mit Drittstaaten außerhalb der EU das primäre Transportmittel.
Diese Seewege müssen, damit der Warenverkehr verlustfrei durchgeführt werden kann, gesichert werden. Im 16. Jahrhundert sicherten die Spanier, mit großem Aufwand und überschaubarem Erfolg, den Atlantik gegen englische, französische und holländische Piraten. Das Mittelmeer konnten sie gegen die islamischen Piraten, die im Auftrag des Osmanischen Reiches in der Sklavenbeschaffung unterwegs waren, nicht schützen.
Danach sicherten die Engländer ihre Schifffahrtsrouten. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie schrittweise von den Amerikanern abgelöst, die bis heute mit ihren sieben Flotten den Schiffsverkehr weltweit dominieren. Der Unterhalt dieser Flotten kostet viel Geld. Die Deutschen beteiligen sich an diesen Kosten, wenn überhaupt, nur in sehr geringem Umfang. Diesen mangelnden materiellen Beitrag glauben sie allerdings durch ungefragt erteilte Ratschläge, moralische Belehrungen und dem Vortragen von allerlei Bedenken wettmachen zu können.
AfD-Parteitag in Erfurt - Tag 2 | 05.07.26











