Der Fall um die mutmaßliche Vergewaltigung eines 16-jährigen Mädchens durch arabischstämmige Jugendliche in einem Neuköllner Jugendzentrum hat personelle Konsequenzen nach sich gezogen. Die zuständige Mitarbeiterin des Jugendamts wurde freigestellt. Das bestätigte ein Sprecher des Bezirksamts Neukölln auf Anfrage der dpa; zuvor hatte bereits der rbb darüber berichtet.
Die Linken-Politikerin und Jugendstadträtin Sarah Nagel, in deren Zuständigkeit der Fall fällt, geriet zunehmend unter Druck. Vor rund zwei Wochen hatte sie mitgeteilt, dass es im Jugendamt bereits eine personelle Umsetzung gegeben habe, und zugleich weitere personalrechtliche Schritte angekündigt. Aus ihrer Sicht seien im Jugendamt „gravierende fachliche Fehler“ begangen worden. Doch auch gegen Nagel selbst wird derzeit wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt ermittelt. Zudem liegen weitere Anzeigen gegen die Neuköllner Jugendstadträtin vor (Apollo News berichtete).
Ende Januar soll eine 16-Jährige in einem Mädchenzentrum in Neukölln von sexuellen Übergriffen durch mehrere Jugendliche berichtet und dabei auch eine mutmaßliche Vergewaltigung geschildert haben, die sich bereits im Herbst 2025 im Jugendzentrum Wutzkyallee ereignet haben soll. Daraufhin meldete das Mädchenzentrum den Fall dem Jugendamt.
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