Der neue Nestlé-Chef Philipp Navratil kennt keine Schonzeit. Kaum sechs Wochen im Amt, kündigt der Schweizer den Abbau von 16.000 Stellen an. Das sind etwa sechs Prozent der weltweiten Belegschaft. Das Unternehmen will und muss effizienter werden, um weiter im Wettbewerb bestehen zu können.
12.000 Büroangestellte und 4.000 Produktionsmitarbeiter sollen gehen. So sollen rund 1 Milliarde Franken eingespart werden. Das ist doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Bis 2027 will Nestlé die Kosten um 3 Milliarden Franken senken. Der Konzern hatte gerade gemeldet, dass Umsatz und Gewinn leicht über den Erwartungen gelegen hätten.
Navratil, vormals Chef der Edel-Kaffeemarke Nespresso, will „schneller handeln“ und „mehr leisten“. Bei Nestlé kann man sehen, dass der in der Politik so beliebte Begriff Transformation eben unterschiedliche Auswirkungen hat. Analysten applaudieren, dass der neue CEO „keine Marktanteilsverluste mehr akzeptiert“. Zehntausende Familien werden ihr Einkommen verlieren. Bemerkenswert ist, dass die grünen Sozialisten den Verlust von Arbeitsplätzen in der Automobilbrache bejubeln, hier aber der Meinung sind, die Jobs würden dem Profitstreben geopfert.
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