Die SPD steht vor einer Richtungsentscheidung: Zieht die Partei mit dem beliebtesten oder mit einem der unbeliebtesten Politiker in den Bundestagswahlkampf?
Erst am Dienstag bestätigte eine INSA-Umfrage für Bild, wie ramponiert der Ruf des Kanzlers ist: Er schafft es im Politiker-Ranking nur noch auf Platz 19 der insgesamt 20 beliebtesten Politiker. Schlechter schneidet nur AfD-Politiker Tino Chrupalla ab. Der größte Konkurrent des Kanzlers hingegen baut seinen Vorsprung aus: Pistorius legt auf der Skala um 2 Punkte zu und liegt damit 20 Punkte vor Scholz.
Die Situation könnte also eigentlich eindeutiger nicht sein: Alles spricht dafür, mit dem beliebteren Politiker um die Gunst der Wähler zu werben.
Pistorius ist derzeit Verteidigungsminister.
Doch noch ist es vergleichsweise still in der Partei. Die SPD-Bundestagsfraktion sprach sich am Dienstag für eine erneute Kanzlerkandidatur von Scholz aus. Fraktionschef Rolf Mützenich erklärte: „Olaf Scholz hat alles dafür getan, dass die Koalition zusammen bleibt! Wir haben den Menschen unter die Arme gegriffen – so soll es in Zukunft bleiben. Es geht um Erfahrung und Kompetenz. Da bin ich sicher, da ist Olaf Scholz der richtige Kandidat!“
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