Der Unmut über die von der Bundesregierung geplante Verschärfung der Regeln zur Krankschreibung (ärztliches Attest schon ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit) wird immer größer. Jetzt bekommen die ersten Politiker von Union und SPD kalte Füße.
So plädiert etwa der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels (CDA), Dennis Radtke, dafür, diese Pläne noch einmal zu überdenken. Dem „Spiegel“ sagte er, der politische Streitwert scheine in keinem gesunden Verhältnis zu den vermeintlichen Verbesserungen zu stehen. Das angeblich „gute Gesamtpaket“ der Chaos-Koalition leide nun unter der Debatte über die Krankschreibung ab dem ersten Arbeitstag.
Auch die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) äußerte sich skeptisch zu den Plänen. Vor allem die telefonische Krankschreibung abzuschaffen, bringe nur zusätzliche Bürokratie, sagte sie dem Radiosender „Antenne Bayern“. Nur rund ein Prozent der Krankschreibungen würden telefonisch erfolgen.
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