Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) trübt die Aussicht, dass Deutschland über längere Zeit seine Grenzen vollumfänglich überwachen kann. Schon das jetzige Auftragsvolumen belaste die Bundespolizei sehr: „Das schaffen wir nur, weil Dienstpläne umgestellt wurden, die Fortbildungen der Einheiten aktuell auf Eis liegen und derzeit der Abbau von Überstunden gestoppt ist“, sagte Andreas Roßkopf, der Vorsitzende der Bundespolizei in der GdP bei der Funke Mediengruppe. „Klar ist: Die intensiven Kontrollen kann die Polizei nur noch einige Wochen aufrechterhalten“.
Die schärferen Grenzkontrollen und die damit verbundenen Zurückweisungen von Asylsuchenden an den Grenzen hatte der neue CSU-Innenminister Alexander Dobrindt einen Tag nach seinem Amtsantritt Anfang Mai beschlossen (Apollo News berichtete). Dobrindt hatte eine mündliche Weisung aus dem Jahr 2015, die unter Bundeskanzlerin Angela Merkel erlassen wurde, wonach illegale Migranten bei einem Asylgesuch nicht zurückgewiesen werden sollten, zurückgenommen.
Derzeit seien, so die GdP, für das Vorhaben weit mehr als 1000 Bereitschaftspolizisten im Einsatz an der Bundesgrenze. Eine Tatsache, die man als Gewerkschaft zwar unterstütze, die die Polizei aber nicht auf Dauer durchhalten könne.
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