Das neue Lagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ wurde am Montag vom Bundeskriminalamt veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass bei zahlreichen Deliekten wie Vergewaltigung, Bedrohung oder Fälschungsdelikten Syrer und Afghanen führend bei den Tatverdächtigen sind. Der Bericht stützt sich auf Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und zählt diejenigen Tatverdächtigen auf, die entweder Asylbewerber, Asylberechtigte, Kontingentflüchtlinge oder Menschen mit Duldung sind. Die tatverdächtigen Zuwanderer stellen somit nur einen Teil der tatverdächtigen Ausländer dar.
Zwar ist die Anzahl tatverdächtiger Zuwanderer insgesamt leicht gesunken, jedoch führt das Bundeskriminalamt dies auch auf die Cannabis-Legalisierung zurück, die am 1. April 2024 in Kraft trat. Der Anteil der tatverdächtigen Zuwanderer an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen lag bei 8,8 Prozent, was dem Vorjahresniveau entspricht. Über die Hälfte der tatverdächtigen Zuwanderer war unter 30 Jahre alt. Drei Viertel von ihnen waren Männer. Die Anzahl der tatverdächtigen Asylbewerber und weiterer Migranten stieg im Bereich der organisierten Kriminalität. 236 von insgesamt 912 Tatverdächtigen waren Syrer, was einem Anteil von 25,9 Prozent entspricht. Danach folgten Verdächtige aus Albanien und dem Libanon.
Auch die Anzahl der Fälle von Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung stieg, ebenso die Anzahl bei sexueller Nötigung und Vergewaltigung. Bei Letzterem nahm die Anzahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent zu. Den relativ größten Anstieg bei den Verdächtigen gab es bei den türkischen Staatsangehörigen. Ihre Anzahl stieg um 25,8 Prozent im Vergleich zu 2023. Während der Anteil der Migranten aus Marokko, Algerien und Tunesien bei 0,5 Prozent in der Bevölkerung in Deutschland liegt, beträgt ihr Anteil an den tatverdächtigen Zuwanderern 9,1 Prozent, womit sie deutlich überrepräsentiert sind. Menschen aus diesen drei Nationen stellten auch die größte Gruppe an Mehrfachtätern.
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