Beim Eurovision Song Contest (ESC) 2025 in Basel dürfen die Künstler auf der Bühne nur noch die Flagge ihres eigenen Landes zeigen. Andere Symbole, etwa Regenbogen- oder Palästinenser-Flaggen, sind verboten. Das geht aus neuen Richtlinien der Europäischen Rundfunkunion (EBU) hervor, über die Danmarks Radio (DR) berichtet.
Ziel ist es, politische Botschaften zu vermeiden. Im Konzertsaal bleibt das Mitführen von Flaggen hingegen weitgehend erlaubt. Das Publikum darf alle Fahnen mitbringen, solange sie nicht gegen Schweizer Gesetze verstoßen. Dazu zählen auch Pride-Flaggen und Flaggen von Ländern, die nicht am Wettbewerb teilnehmen, etwa die palästinensische Flagge.
In den vergangenen Jahren hatten zahlreiche Künstler die ESC-Bühne zunehmend genutzt, um politische oder gesellschaftliche Statements zu setzen. Besonders häufig war dabei die Regenbogenflagge zu sehen, aber auch Solidaritätsbekundungen, etwa mit den Palästinensern. Ursprünglich (seit 1956) war die Idee des ESC, Europa nach dem Zweiten Weltkrieg kulturell näher zusammenzubringen – Musik als verbindendes, unpolitisches Mittel. Trotzdem schlichen sich schon früh politische Botschaften ein. In den vergangenen Jahren verstärkte sich dieser Trend deutlich.
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