Mit der Moral ist es eine komplizierte Angelegenheit. Ethisch-humanistisch fundiert vermag sie Gesellschaften zu stabilisieren und zur Prosperität zu führen. Allerdings ruhen in ihr auch die fatalen Kräfte des Fanatismus. Kräfte, die sich zu wahren Massenpsychosen emporschrauben und gesellschaftlich manifestieren können.
Es ist daher verständlich, dass es denjenigen, die ihr Leben ethisch und rational fundiert haben, schwerfällt, die Beweggründe von Individuen nachzuvollziehen, die trotz der sichtbaren Energiekrise und des wirtschaftlichen Verfalls am Kurs der Klimapolitik festhalten. Die Net-Zero-Doktrin, die präzise der Eliminierung günstiger Energie entspricht und zur radikalen Umsetzung der Degrowth-Ideologie führen soll, hat in den Kreisen moralisierender Ökosozialisten den Rang einer Ersatzreligion eingenommen.
Ein ganzes Heer subventionierter Energieeffizienzberater, Bio-Zertifizierer und Solar-Subventionsplaner umkreist die gemästeten Subventionstanker der grünen Kunstindustrie wie ein Bienenschwarm.
Der Rückzug von Evonik-Chef Christian Kullmann, der seine scharfe Kritik am staatlichen CO₂-Raubzug zurückgenommen hat, zeigt: Die Theorie der Incentives, die unser Verhalten steuern, beschreibt den grünen Umverteilungsmechanismus, den die Politik etabliert hat, am besten. Jede Subvention ist auch stets eine Art Schweigegeld – ein wirksames Bindemittel im Club der Abkassierer, die das Risiko des Wettbewerbs hinter sich gelassen haben,
ERFURT: Supergau bei AfD-Parteitag? Polizei macht mobil! Furcht vor Krawallen bei Demo I WELT STREAM











