Die Rüstungsindustrie ist in Deutschland angekommen – in der Wirtschaft, an den Aktienmärkten und auch auf politischer Ebene. Das war in den vergangenen Jahrzehnten nicht immer der Fall. Hintergrund für den Aufschwung, den die Wirtschaftsbranche aktuell erlebt, sind vor allem die zunehmenden geopolitischen Krisen und globalen Konflikte, insbesondere der Krieg in der Ukraine sowie die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.
Rheinmetall-CEO Armin Papperger blickte am Donnerstag auf dem Welt-Sicherheitsgipfel im Axel-Springer-Haus in Berlin auf die vergangenen Jahre zurück und schilderte die damalige Haltung der Politik: „Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte zu uns: Wir brauchen Euch eigentlich nicht – wenn es ein Problem gibt, rufen wir die Amerikaner an.“
Die Abhängigkeit von den USA sei damals bewusst in Kauf genommen worden – aus heutiger Sicht ein folgenschwerer Fehler für die sicherheitspolitische Souveränität Deutschlands. Rheinmetall und andere deutsche Rüstungsunternehmen seien zudem in die „Schmuddelecke gestellt“ worden, weil sie als Industrie Rüstungsgüter exportierten, führte Papperger weiter aus.
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