Bundeskanzler Olaf Scholz hat in einem Interview mit dem Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND) Fehler in bisherigen Regierungsführung eingestanden und angekündigt, dass er im Falle einer zweiten Amtszeit seinen Führungsstil ändern wolle. In der Vergangenheit habe er sich immer wieder als Vermittler zwischen den Parteien bemüht, was jedoch mit „einem erheblichen Ansehensverlust als Person“ einhergegangen sei. Scholz erklärte: „Ich habe immer wieder sehr geduldig zwischen Grünen und FDP zu vermitteln versucht.“
„Ich hätte öfter öffentlich auf den Tisch hauen sollen“, so Scholz weiter. Diese Erkenntnis würde er in einer zweiten Amtszeit umsetzen. „Nicht nur intern, sondern auch öffentlich“, dies sei seine „Lehre aus der Koalition.“
Der Kanzler erklärte, dass er in den letzten Jahren seine Rolle zu oft als „Kapitän“ verstanden habe, der dafür sorge, „dass der Laden zusammenhält“ und als Team auftrete. Dies wolle er ändern: „In der zweiten Amtszeit würde ich einen anderen Politikstil pflegen.“ Zu viel habe er darauf geachtet, die Koalition zusammenzuhalten und den Teamgeist zu wahren.
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