Schüsse, Fluchtauto, SPD-Verbindung – neue Fragen im Fall Stade

vor etwa 2 Stunden

Schüsse, Fluchtauto, SPD-Verbindung – neue Fragen im Fall Stade
Bildquelle: Tichys Einblick

Im Fall der Bluttat in Stade gibt es eine neue politische Verbindung: Die 65-jährige Frau Sylvia S., die sich als „Patentante“ des betroffenen Babys bezeichnet haben soll und den Fluchtwagen gefahren haben soll, ist die Schwiegermutter des niedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten Deniz Kurku. Kurku ist zugleich Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe.

Er legte die familiäre Verbindung am Donnerstagabend über seinen Anwalt offen, sprach den Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus und erklärte, er habe vor der Tat selbstverständlich keine Kenntnis von einer möglichen Tat gehabt. Landesregierung und SPD-Fraktion stellten sich hinter Kurku; die familiäre Verbindung habe laut Regierung keine unmittelbaren Auswirkungen auf sein Ehrenamt.

Damit rückt die Rolle der Sylvia S. noch stärker in den Mittelpunkt. Gegen sie wird weiter ermittelt, ein Haftbefehl wurde aber nicht beantragt. Sie hatte bei der Bluttat in einer Mutter-Kind-Einrichtung von Stade den teuren Mercedes mit fast 400 PS gefahren, war nach der Tat mit hoher Geschwindigkeit vor der Polizei weggefahren, blieb aber mit defektem Reifen dann liegen. Sie soll auch den mutmaßlichen Täter zum Termin in der Jugendhilfeeinrichtung gefahren haben und bezeichnet sich als Patentante des drei Monate alten Babys.

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