Terrorfahrt in Modena: Sohn von Migranten rast mit Auto in Menschenmenge

vor etwa 2 Monaten

Terrorfahrt in Modena: Sohn von Migranten rast mit Auto in Menschenmenge
Bildquelle: Tichys Einblick

Ein idyllischer Samstagnachmittag im historischen Zentrum von Modena endete in einem Albtraum: Auf der belebten Via Emilia, einer der Hauptadern der italienischen Stadt, raste ein Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit – Zeugen sprechen von bis zu 100 km/h – direkt in eine Gruppe von Fußgängern. Acht Menschen wurden verletzt, vier davon lebensgefährlich. Eine Frau verlor bei dem Anschlag beide Beine. Der Fahrer, ein 31-jähriger eingebürgerter Zuwanderer aus Marokko, stieg aus dem Wrack und attackierte dann mit einem Messer einen Passanten. Erst mehrere Passanten konnten dann gemeinsam den Täter überwältigen.

Der Anschlag ereignete sich gegen 18 Uhr auf der Via Emilia Centro, unweit des Largo Garibaldi und Largo Porta Bologna. Der Fahrer Salim El Koudri lenkte seinen grauen Citroën C3 zunächst aus Richtung Largo Garibaldi kommend in die Fußgängerzone. Plötzlich scherte er aus, beschleunigte, steuerte gezielt auf den Gehweg und mähte mit seinem Wagen mehrere Passanten nieder. Das Fahrzeug prallte schließlich gegen die Schaufensterscheibe eines Geschäfts, wobei eine Frau direkt vor dem Laden schwer getroffen wurde.

El Koudri wurde 1995 in Seriate bei Bergamo als Sohn marokkanischer Einwanderer geboren. Der Täter ist italienischer Staatsbürger und wohnt in der Provinz Modena, er besitzt einen Hochschulabschluss in Wirtschaftswissenschaften und war bislang nicht vorbestraft. Drogen- und Alkoholtests fielen negativ aus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Massenmords und schwerer Körperverletzung. Offiziell wird ein terroristischer Hintergrund ausgeschlossen, doch die Tat trägt alle Merkmale einer gezielten Gewalttat gegen Unbeteiligte.

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