TV-Kritik: Ulrich Siegmund bei Markus Lanz Der Ministerpräsident von morgen und die Meckerer von gestern

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TV-Kritik: Ulrich Siegmund bei Markus Lanz Der Ministerpräsident von morgen und die Meckerer von gestern
Bildquelle: Deutschland Kurier

Mit so viel geballtem gesundem Menschenverstand war der Mainstream-Moderator sichtlich überfordert. Obwohl er sich gleich zwei Kollegen von der Abteilung „AfD-Bashing“ zur Verstärkung geholt hatte, biss ZDF-Talker Markus Lanz sich in seiner gleichnamigen Sendung an Ulrich Siegmund die sonst so geschliffenen Zähne aus. Der AfD-Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt, der in allen Umfragen zur Landtagswahl haushoch führt, vermittelte Zug um Zug überzeugend den Eindruck: Hier spricht einer, der nicht nur Ministerpräsident werden will, sondern es auch kann.

Siegmund spielte, ohne sich von der beim Zwangsgebührenfunk üblichen „Drei gegen einen“-Konstellation irritieren zu lassen, seine kommunikativen Stärken aus: Hingabe, Gelassenheit und eine positive Grundausstrahlung. Das sind die Zutaten für einen gewinnenden Auftritt, der das Publikum durch Authentizität für sich einnimmt.

Wer wie Ulrich Siegmund seine Botschaften mit freundlichem Gesicht überbringt und offen sagt, dass er keine Wunder über Nacht wirken kann, der gewinnt die Menschen, gerade weil er nicht über jedes Stöckchen springt und auf jede kleinkarierte Nachfrage mit einer vorgefertigten Phrase eingeht.

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