Heute feiert die Christenheit Weihnachten. Liturgisch korrekt handelt es sich um das „Hochfest der Geburt des Herrn“. In den Tagen davor waren die Innenstädte belebter als sonst, man drängelte sich auf der Jagd nach dem letzten Geschenk aneinander vorbei – oder stieß gemeinschaftlich an auf die einstige „Stille Zeit“.
Beim Einkauf oder im Lokal verfestigte sich ein Trend, der in den letzten Jahren energisch an Fahrt aufnahm. Die Verkäufer und Kellner wünschen „frohe Festtage“ oder „schöne freie Tage“ oder schon „einen guten Rutsch“. In die Defensive geriet jener Wunsch, der Anlass und Inhalt des Festes benennt: „Frohe Weihnachten!“.
In den Vereinigten Staaten, wo die Politische Korrektheit ihre ersten Höhepunkte feierte, waren Unternehmen die Vorreiter, die aus Rücksicht auf ihre multireligiöse Belegschaft „seasonal greetings“ aussprachen, jahreszeitliche Wünsche. Was die Jahreszeit dann vorgibt – den Winter, das kalendarische Ende, Chanukka oder doch Weihnachten –, darf sich jeder Wunschempfänger nach Gusto hinzudenken.
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