Über das Asylsystem, den Familiennachzug und andere Aufnahmeprogramme kamen 2025 über 340.000 Migranten aus Nicht-EU-Staaten nach Deutschland. Das geht aus Zahlen der Bundesregierung hervor, die NIUS exklusiv vorliegen.
In Deutschland stellten im vergangenen Jahr 113.236 Personen einen Asyl-Erstantrag. Das ist der niedrigste Wert seit 2020 (102.581) und etwas weniger als die Hälfte der Anträge im Vorjahr (229.751). 2023 hatten noch 329.120 Personen erstmals Asyl verlangt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ist sich sicher: „Wir ordnen mit Klarheit und Konsequenz das Migrationsgeschehen. Wer keinen Schutzanspruch hat, soll nicht kommen – wer Straftäter wird, muss gehen. Das klare Signal aus Deutschland heraus, dass sich die Migrationspolitik in Europa geändert hat, ist in der Welt angekommen.“
Der Rückgang der Asylzahlen ist jedoch kein Phänomen, das sich auf Deutschland beschränkt. Denn die Zahlen sind in der gesamten Europäischen Union deutlich zurückgegangen – in den ersten drei Quartalen 2025 um rund 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In einigen Ländern wie Zypern oder Bulgarien sanken die Zahlen sogar um mehr als 60 Prozent.
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