77 Prozent der Ludwigshafener haben gestern ein klares (Nicht-)Votum abgegeben: Bei einer Bürgermeisterwahl nur zwischen CDU und SPD machen sie nicht mit. Einige von ihnen wählten ungültig, die meisten blieben gleich ganz zu Hause.
Damit reagierten nicht alle, aber durchaus ein beträchtlicher Teil der Wahlberechtigten auf den Wahlausschluss von Joachim Paul. Der AfD-Kandidat war mit der Begründung, dass Zweifel an seiner Verfassungstreue bestünden, vom Wahlausschuss nicht zugelassen worden. Die dünne Argumentation des Verfassungsschutzes, der auf Anfrage der scheidenden Oberbürgermeisterin einige Fundstellen aus dem Internet zusammengestellt hatte, wurde sekundiert von einem „Netzwerk gegen Joachim Paul“.
Unter dem Slogan „Antifa bleibt Handarbeit“ agitierte man dort spätestens seit Juni gegen den AfD-Bewerber. Mit an Bord: Die Grüne Jugend Rheinland-Pfalz und die Grünen Ludwigshafen (Apollo News berichtete). Welche Legitimität eine Wahl haben soll, bei der ein Bewerber mit fadenscheinigen Hinweisen auf seine nationalistisch angehauchten Herr der Ringe-Rezensionen von einer Wahl ausgeschlossen wird, kümmert diese Kämpfer für „unsere Demokratie“ nicht.
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