„Am Schluss von Corona haben wir es übertrieben“, sagt Markus Söder

vor 2 Monaten

„Am Schluss von Corona haben wir es übertrieben“, sagt Markus Söder
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„Kurze persönliche Frage: Was war Ihr größter politischer Fehler?“, wird Markus Söder von einem Zuschauer in der ARD-Sendung Arena gefragt. Es ist die letzte Zuschauerfrage nach über einer Stunde, in der es um Reichensteuer, Rassismus und Atomkraft ging. Söder zieht angesichts dieser Frage die Luft ein. Er habe viele Fehler gemacht. „Ich glaube, am Schluss von Corona haben wir es übertrieben“, sagt er. „Am Anfang war es, glaube ich, sehr gut. Am Schluss haben wir es übertrieben, würde ich sagen.“

Applaus aus dem Publikum, und Louis Klamroth übernimmt die Abmoderation. Unter Markus Söder wurden in Bayern oft die härtesten Corona-Maßnahmen durchgesetzt. So wurde am 20. März 2020 als erstes in Bayern eine Ausgangssperre eingeführt. Man durfte die Wohnung nur noch zur Arbeit oder für Einkäufe verlassen. Im Oktober 2020 sagte er: „Ich persönlich bin nicht bereit, für das Freizeitverhalten vieler – so sehr ich das verstehe – das Leben einiger zu riskieren.“ So begründete er die einschränkenden Maßnahmen.

Bayern führte als erstes die FFP2-Maskenpflicht ein. Der Ministerpräsident des Freistaates galt als „Corona-Hardliner“. Im Freistaat wurden manche 2G-Regeln weiter ausgelegt oder länger beibehalten als in anderen Ländern. So wurden Clubs oder Diskotheken bereits im November 2021 geschlossen, während sich die Bund-Länder-Konferenz erst im Dezember darauf einigte. All diese Maßnahmen bezeichnete Markus Söder am Montagabend in der ARD entsprechend als „sehr gut“.

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