Die neue schwarz-rote Bundesregierung verschärft ihre Migrationspolitik und will mit verstärkten Grenzkontrollen und Zurückweisungen einen neuen Kurs gegen illegale Migration durchsetzen. Doch jetzt meldet sich die Ex-Kanzlerin – und spricht sich klar gegen die Maßnahmen von Friedrich Merz aus. Mehr noch: In der restriktiveren Asylpolitik sieht Merkel einen Versuch, Europa kaputt zu machen.„Ich glaube nicht, dass wir die illegale Migration an der deutsch-österreichischen oder deutsch-polnischen Grenze abschließend bekämpfen können“, sagte Merkel am Mittwoch beim „Südwest Presse Forum“ in Neu-Ulm. Dort las sie zunächst aus ihrer Autobiografie „Freiheit“ und diskutierte anschließend mit Ulrich Becker, Chefredakteur der Südwest Presse.
Die Ex-Kanzlerin liest aus ihrem Buch „Freiheit“ vor.
Auf die Regierungspläne angesprochen, wurde Merkel deutlich: „Ich habe mich immer für europäische Lösungen eingesetzt.“ Sie betonte die Notwendigkeit, die EU-Außengrenzen zu sichern, und warnte vor nationalen Alleingängen, die den Schengen-Raum und die europäische Freizügigkeit gefährden könnten. „Weil wir sonst erleben könnten, dass uns Europa kaputt gemacht wird.“ Rund 900 Zuschauer applaudierten laut Veranstalter just in diesem Moment.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











