Bei einem Einsatz zum Jahreswechsel in der Danziger Straße im Berliner Prenzlauer Berg wurde ein Polizist durch eine Explosion schwer am Bein verletzt. Die Kugelbombe riss Muskeln, Haut und Sehnen auseinander – seine Kollegen bezeichneten die Wunde als „eine Kriegsverletzung“.
Die Schwere der Verletzung machte eine sofortige Notoperation erforderlich, um das Bein des Polizisten zu retten. Mittlerweile musste der Beamte dreimal operiert werden, unter anderem wurden Hauttransplantationen vorgenommen. Trotz dieser medizinischen Eingriffe bleibt unklar, welche langfristigen körperlichen Schäden er davontragen wird. Der Polizist wird weiterhin stationär behandelt. Um ihn und seine Familie zu unterstützen, soll bald ein Spendenkonto eingerichtet werden.
Der Vorfall ereignete sich während eines Großeinsatzes, bei dem etwa 400 Randalierer die Polizei angriffen. Im Chaos der Auseinandersetzung wurde der verletzte Polizist von seinen Kollegen in einen nahegelegenen Spätkauf gebracht. Dort band man sein blutendes Bein mit einem sogenannten Tourniquet ab – einem Hilfsmittel, das in der Lage ist, in solchen Notfällen Leben zu retten. Brisant: Das Tourniquet gehörte nicht zur behördlichen Ausrüstung, sondern wurde vom Beamten privat angeschafft.
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