Anti-Merz-Proteste: So extrem sind die Demonstrationen unterwandert

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Anti-Merz-Proteste: So extrem sind die Demonstrationen unterwandert
Bildquelle: Apollo News

Es ist die mutige Mitte, die zusammenhält, um gemeinsam und friedlich die Demokratie vor dem drohenden Faschismus in Deutschland zu retten. So zumindest werden seit einigen Tagen die bundesweiten Demos gegen Rechts beschrieben, die sich gegen einen angeblich stärker werdenden Rechtsruck in der Gesellschaft und der Asyldebatte ausbreiten.

Rote Herzen mit der Aufschrift „Demokratie“ strecken sich am Samstag auf der Kundgebung in der Hansestadt Bremen empor. Kinder sitzen auf den Schultern ihrer Eltern oder werden in ihren Kinderwagen über den Marktplatz geschoben. Die Omas gegen Rechts stimmen zum gemeinsamen Singen an. Seifenblasen fliegen durch die Luft. Es macht den Anschein, als sei es tatsächlich eine friedliche Versammlung von Familien und Großeltern, die die gesellschaftliche Mitte bilden und besorgt um den Zustand der Demokratie gemeinsam ein Zeichen setzen wollen.

Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass es linke bis linksextreme Organisationen und Vereine sind, die tatsächlich den Ton auf dem Marktplatz in der Bremer Innenstadt angeben. Zu sehen sind Fahnen der Antifa. Neben Fahnen mit dem Logo der radikalen Extinct Rebellion halten Personen ein Banner hoch, auf dem zum „Klassenkampf statt Wahlkampf“ aufgerufen wird. Neben linksextremen Parteien wie der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) und der Revolutionären Kommunistischen Partei (RKP), die sich ebenfalls mit Bannern und Plakaten zu erkennen geben, wirkt die Linke noch wie einer der gemäßigten Vertreter der Veranstaltung. Mehrere Vereine wie „Widersetzen“ oder „Laut gegen Rechts“ haben Redebeiträge angemeldet.

Alle sind erschienen, um gegen den angeblich stärker werdenden Rechtsruck und vor allem die gemeinsame Abstimmung der Union mit der AfD und der FDP über das „Zustrombegrenzungsgesetz“ zu demonstrieren. So rückte Parteichef Friedrich Merz, der auf zahlreichen Plakaten mit Paul von Hindenburg verglichen wurde, in den Vordergrund der Proteste.

„Merz muss weg“ stimmte etwa der Flüchtlingsrat Bremen an, die rund 7.000 Anwesenden stimmten mit ein. „SchMerz lass nach“, steht auf einigen Pappschildern, die von Aktivisten in die Höhe gehalten werden. Auf einem, das besonders groß geraten ist, ist der Name des CDU-Chefs von Kothaufen umgeben. Beschimpfungen wie „Merz du bist so ein Pimmel“, musste der Kanzlerkandidat ebenfalls über sich ergehen lassen.

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