„Armlänge Abstand“ reicht wohl nicht mehr: Damit Frauen sich nachts sicherer fühlen, gibt es in Köln jetzt Taxi-Gutscheine

vor mehr als 1 Jahr

„Armlänge Abstand“ reicht wohl nicht mehr: Damit Frauen sich nachts sicherer fühlen, gibt es in Köln jetzt Taxi-Gutscheine
Bildquelle: NiUS

Fast neun Jahre nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/2016 bietet die Stadt Köln ein „Frauen-Nacht-Taxi“ an. Die „Armlänge Abstand“, die Kölns parteilose OB Henriette Reker (68) im Januar 2016 Frauen als Schutzmaßnahme riet, scheint nun doch nicht mehr zu reichen ...

Zur Erinnerung: In besagter Nacht war es zu massenhaften Übergriffen genommen. Vor allem im Bereich des Kölner Hauptbahnhofs und des Kölner Doms – vornehmlich durch Gruppen junger Männer aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum. Es folgten rund 1200 Strafanzeigen, die Hälfte betraf Sexualdelikte. 290 Verdächtige konnten ermittelt werden, 37 wurden verurteilt.

Henriette Reker sagte wenige Tage danach auf einer Pressekonferenz auf die Frage einer Journalistin, wie man sich als Frau besser schützen könne: Es gebe „immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft. Also von sich aus gar nicht eine große Nähe zu suchen zu Menschen, die einem fremd sind und zu denen man kein gutes Vertrauensverhältnis hat.“ Außerdem riet sie jungen Frauen, „sich in Gruppen zusammenzufinden, sich nicht trennen zu lassen, auch nicht in Feierlaune.“

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