Mit der Losung „Say their Names“ ist es so eine Sache: Eigentlich ist das Gedenken an die Opfer von Gewaltdelikten ein edles Anliegen – nicht aber, wenn es eine eindeutige politische Schlagseite hat. In der bundesrepublikanischen Realität bleiben Opfer von migrantischer Gewalt meist namenlos, während migrantische Opfer von Rechtsextremisten namentliche Erwähnung finden.
So sprach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach dem Attentat von Hanau auf einer Veranstaltung, die unter Losung „Say their Names“ lief. Auch die Grünen posten häufig Social-Media-Kacheln mit dem Ausspruch. Und im kollektiven Erinnern an die Anschläge von Mölln, Solingen, Halle – also Anschlägen, die sich gegen Migranten richteten und von Rechtsextremen begangen wurden – wird wiederholt, man solle, ja, man müsse die Namen der Opfer nennen.
In diesem Jahr jährt sich das Hanau-Gedenken zum fünften Mal. „Say their names“ ist zu einer festen Losung der Aktivisten geworden.
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